Die kurze Antwort –WIR!

Schmerzen begleiten uns ein Leben lang. Sei es der Schnitt in den Finger beim Kochen, der Bruch eines Knochens, weil wir als Kinder zu wild gespielt haben, oder dann doch die größeren Baustellen wie ein Bandscheibenvorfall oder Arthrose.

Schmerzen sind uns immer unangenehm und wir wollen sie nicht haben. Doch warum wir sie haben und was sie uns eigentlich sagen wollen, ist äußerst wichtig! Denn Schmerzen dienen als Warnung für uns und unsere Gesundheit. Lustig wenn man daran denkt, dass Schmerzen doch eigentlich bedeuten, gerade eben nicht wirklich gesund zu sein. 😊

Aber was meine ich jetzt genau?

  • Jede Struktur in unserem Körper hat eine Belastungsgrenze. Diese Belastungsgrenze zu überschreiten bedeutet eine Verletzung. Ein gutes Beispiel ist hier der Ermüdungsbruch nach einem Dauermarsch. Die Belastbarkeit wird überstrapaziert und man bekommt dafür die Quittung. Um es nicht so weit kommen zu lassen, sendet unser Körper als Warnung immer Schmerzen.
  • Ignorieren wir diese Schmerzen, oder arbeiten sogar noch bewusst in diesen Schmerz hinein, schädigen wir also unser Gewebe immer weiter, da wir nicht auf die Warnung unseres Körpers reagieren.
  • Um uns in diesem Kreislauf doch schützen zu können, entwickelt unser Körper eine Strategie – chronischen Schmerz. Er setzt unsere Schmerzgrenze immer weiter herab (wir bekommen also immer früher unsere Schmerzen), ohne, dass dies noch einen wirklichen Zusammenhang mit unserer eigentlichen Problematik haben muss.
  • Es gibt gezielte Situationen, in denen in einen Schmerz hineingearbeitet werden muss, aber diese Situationen sind begrenzt und sollten ausschließlich unter medizinischer Aufsicht erfolgen.

 

Fazit:

Wenn wir Schmerzen haben, sollten wir diese akzeptieren als das was sie sind – eine Warnung und ein Schutz für uns selbst. Den Schmerz weg zu bekommen sollte immer das oberste Ziel sein, doch meist muss man dafür mit dem Schmerz und nicht gegen den Schmerz arbeiten.

Mit dem Schmerz arbeiten heißt:

  • Wir müssen unsere Schmerzgrenze akzeptieren und nicht über den Schmerz hinaus gehen, um den Schmerz nicht zu chronifizieren.
  • Am besten versucht man herauszufinden welche Bewegungen die Schmerzen auslösen und vermeiden diese so gut wie möglich. Umso weniger wir in den Schmerz hineinarbeiten, desto schneller lässt er sich beheben.
  • Das Ziel ist die Ursache zu finden und zu beheben. Ob es Instabilität, muskuläre Dysbalancen oder Ausweichmechanismen sind. Gezieltes Training und Therapie unter Anleitung (Physiotherapie) helfen, um die Ursache dauerhaft zu beheben.