Im Zeitalter des Wissens ist Informationsbeschaffung einfacher als jemals zu vor und doch ebenso schwierig. Internet, Bücher, Fachzeitschriften, viele Expertenmeinungen und zahlreiche Studien berichten ständig von neuen Erkentnissen. Der medizinische Fortschritt ist somit Segen und Fluch zugleich. Denn was von dem Einen als gesund angepriesen wird, spricht gelichzeitig gegen zwei andere Meinungen. So auch bei dem Thema „ Gesunde Füße, gesunder Gang“!

 

Der Gang ist eines unserer natürlichen Bewegungsmuster. Er bietet einen perfekt ausgeglichenen Wechsel zwischen Be- und Entlastung aller Muskeln, Bänder, Sehnen und Gelenken. Unser Fuß bietet hierbei die Basis unseres gesamten Körpers. In den unterschiedlichen Gangphasen (Erstkontakt, Standpahse, Abdruck vom Boden) muss er eine Balance zwischen Stabilität und Mobilität erzielen, die es unserem restlichen Körper erlaubt vollkommen ausgeglichen in der Körpermitte zu bleiben. Gleicht unser Fuß die Bodenunebenheiten nicht aus oder hält uns trotz eines schiefen Untergrunds nicht gerade, so muss unser restlicher Körper dies übernehmen.

Dies bedeutet in weiterer Folge eine Überlastung von z.B. Knie, Hüfte, Lendenwirbelsäule oder dem Kopf und Kiefer. Leichter zu erklären mit einem Beispiel:

Stellen Sie sich vor sie haben einen Knick-, Senkfuß – also Ihr Fuß/Ihre Muskeln können den Innenrand nicht halten, sodass dieser Absinkt. Wenn nun die Innenseite Ihres Fußes absinkt ensteht ein Ungleichgewicht zwischen der inneren und äußeren Bealstung Ihres Knies. Somit muss Ihr Knie diesem Impuls folgen und knickt ebenfalls nach innen – ein X-Bein ensteht. Diese Bewegun muss sich nun in der Hüfte fortsetzen und zieht somit auch die Hüfte in eine Innenrotation. Dies kann z.B. zu einer Arthrose führen oder zu einer Bewegungseinschränkung in der Hüfte. Da nun die Hüfte über Muskeln und Bänder mit dem Becken verbudnen ist muss diesen sich ebenfall des einseitigen Zuges beugen und wird in eine Rotation gezogen. Nun können sie sich gut vorstellen, dass dieses Ungleichgewicht auch alle weiteren Gelenken beeintächtigt – Wirbelsäule, Schultern, Kiefer, Kopf.

 

Somit ist ein gesunder, ausgeglichener und gut aufgerichteter Fuß ein wichtiger Baustein für unseren Gang. Gleichzeitig íst unser Gang die Basis für einen Ausgeglichenen Fuß. Bekommt unser Fuß viele unterschiedliche Reize und Herausforderungen so muss er viele Strategien entwickel um alles zu meistern. Ein divers genutzer Fuß wird eher weniger eine Dysbalance entwckeln als ein einseitig genutzer Fuß.

In unseren heutigen Welt mit geraden Böden zu Hause, im Büro und auf den Starßen sowie unserem Schuhwerk nehmen wir unserem Fuß die natürliche Vielfalt. Somit enstehen Hallux valgus, Knick-, Senk-, Spreiz-, Hohlfüße und ander schmerzliche Probleme wie Achillodynie und Tendopathien.

 

Leider ist die Lösung nicht immer so einfach. Unser Fuß – unser ganzer Körper – braucht Reize, am besen viele verschiedene Reize. Diese Reize können in Form von Übungen (nach Spiraldynamik® z.B. oder vom Yoga) kommen. Auch der Wechsel von Schuhwerk bietet unterschiedliche Belastungen. Viel Barfußgehen DRAUSSEN oder kleine Parkoure bzw. Gleichgewichtstraining in der Wohnung bieten ebenfalls Abwechselung. Ein gut mobiler und aufgerichteter Fuß macht alles mit. Sollten bereits Einschränkungen oder gar Schmerzen bestehen ist es jedoch immer ratsam profesionelle Hilfe aufzusuchen (Arzt/Ärztin, PhysiotherapeitIn) um die Ursache zu beheben und weiterlaufenden Folgen zu vermeiden. Auch podologisch-propriozeptive Einlagen können sehr gut helfen, um bestehende Fußschwächen zu beheben und dauerhaft einen Ausgelichenen und Aufriechten Körper zu fördern. Sie arbeiten über ständieg Reizsetzung für die Aufrichte- und Haltemuskulatur.